Die Rückreise nach Deutschland

Veröffentlicht am 23. November 2025 um 08:30

Die Rückreise nach Deutschland – mit Auto, Hunden und ganz viel Gefühl

 

Wie ihr wisst, habe ich einige Zeit auf Fuerteventura verbracht – mit dem Auto und meinen Hunden. Nach drei Wochen stand die Rückreise an. Dabei hätte ich zu gerne überwintert, doch mein Arbeitsplatz in Österreich ruft mich jedes Jahr zurück. Trotzdem war die Zeit auf der Insel genau das, was ich brauchte, um neue Energie zu sammeln.

Conil & Vejer de la frontera – Weiße Dörfer zum Verlieben

Zurück ging es mit der Fähre über Cádiz. Ich hatte mir bewusst eine Unterkunft etwas außerhalb gesucht, irgendwo im Ländlichen – und landete in El Colorado / Conil de la Frontera. Die Gegend hat mich sofort verzaubert. Eigentlich wollte ich nur kurz bleiben, aber am Ende habe ich spontan noch eine Woche verlängert. Zeitdruck hatte ich ohnehin kein

Die weißen Dörfer Conil und Vejer de la Frontera, mit ihren verwinkelten Gassen, die sich den Berg hinaufwinden, sind einfach zum Verlieben. Total charmant.

An den Stränden von Conil kann man kilometerweit spazieren und abends die schönsten Sonnenuntergänge beobachten. Mein Highlight.

Auf meinem YouTube Kanal seht ihr übrigens Kurzclips über diesen Teil der Reise, Abo kostet nix :) 

 

Auf der Via de la Plata – Richtung Extremadura

Irgendwann muss man ja weiter, auch wenn’s gerade besonders schön ist. Also machte ich mich auf den Weg Richtung Norden über die Via de la Plata (übrigens einer der Jakobswege nach Santiago de Compostela).

Nach rund 340 km erreichte ich Mérida. Die Extremadura ist im Vergleich zu Andalusien unglaublich grün – sanfte Hügel, Wälder, offene Landschaften. Ich war richtig im Flow.

 

Die Nacht am Stausee – Idylle mit Hindernissen

Weiter ging es nach Cáceres. Eigentlich wollte ich in der Stadt übernachten, aber die grüne Umgebung hat mich so abgeholt, dass ich mir lieber ein Plätzchen an einem abgelegenen Stausee gesucht habe. Da waren nur ein paar Angler, und der Vollmond ging über dem Wasser auf – traumhaft.

Naja… so idyllisch, wie es klingt, war es dann aber nicht.

Um im Auto schlafen zu können, musste ich gefühlt meinen kompletten Hausstand nach draußen tragen. Die Rückbank umklappen, alles verstauen – am Ende wusste ich nicht mehr, wo irgendwas war. Essen auf dem Campingkocher, Seeblick – das war wieder schön.

Als ich mich zur Ruhe legte, tauchten ein paar hundert Meter weiter Jugendliche auf. Es war Nacht, ich dachte ich sei am Arsch der Welt – und trotzdem finden sie genau denselben Ort. Sie machten eine Stunde lang Lärm, fuhren dann aber zum Glück wieder. Schlafen konnte ich trotzdem nicht. Vielleicht war’s der Vollmond, vielleicht die absolute Stille, die fast schon unheimlich war.

Nach dieser Nacht beschloss ich, nie wieder mit dem Auto solche Strecken zu reisen. Normalerweise suche ich mir jede Nacht Hotels bzw Ferienwohnungen, es ist einfach unkomfortabel im Auto.

 

Kastilien León – Burgos und die Kälte

 

Trotz Müdigkeit ging die Reise weiter. Es fing ohnehin an zu regnen, den ganzen Tag. Nächster Halt: Burgos.

Eine wirklich schöne, mittelalterliche Stadt mit vielen Grünflächen und Parks. Was mich allerdings überrascht hat: die Kälte! 4°C am Morgen. Ich dachte kurz, ich sei wieder in Deutschland und nicht in Spanien. Burgos ist eine historische Stadt, bekannt für ihre beeindruckende gotische Kathedrale und ihre wichtige Rolle auf dem Jakobsweg.

 

Bilbao – grün, lebendig und doch kontrastreich

Dann ging es weiter nach Bilbao, ins Baskenland (Euskadi). Dort wird neben spanisch, Baskisch gesprochen – und das klingt wirklich lustig, wenn man’s zum ersten Mal hört. Dies ist eine eigene Sprache (eine eigene Sprachinsel) und hat nichts mit der spanischen Sprache zu tun.

Landschaftlich ist die Gegend ein Traum: supergrün, viele Wälder, Nationalparks, Berge und Täler. Bilbao selbst ist das wichtigste Industrie- und Handelszentrum des Baskenlandes und vereint Kultur, Gastronomie mit Pintxos, die historische Altstadt und das Guggenheim-Museum mit schönen Kirchen – aber auch mit sichtbarer Armut. Eine Stadt voller Kontraste.

Wie es weitergeht – Teil 2 folgt

Hier endet der Spanien-Teil meiner Rückreise. Doch die Reise war damit noch lange nicht vorbei.

Über das Baskenland ging es weiter nach Frankreich und später nach Deutschland – und genau auf diesem Abschnitt wurde ich auch noch krank. Wie das alles ablief, welche Orte ich dort angesteuert habe und wie ich mich trotzdem durchgeschlagen habe, erzähle ich euch in Teil 2.

Bis zum nächsten Mal

eure Sarah